Mama

“Au lieb, Papa!”…

…rief der Junior heute dem in die Arbeit gehenden Herrn Krümelsche hinterher und mein Mutterherz glühte. Überhaupt find ich den Junior zur Zeit bezaubernd. Auch wenn hier und da derzeit eine gewisse Sättigung an Babybloggelaber zu scheinen scheint, ich muss es trotzdem los werden: Be – zau – bernd!

Denn eigentlich ist es genau diese Ambivalenz, die unsere Mutterwerdung ausmacht. Vom ersten verzweifelten und durchnächtigten Vierteljahr zum häufig frustrierenden nächsten dreiviertel Jahr, zum zweiten Lebensjahr, dann schon einfacher und vor allem sprachgewandter. Mal Tage, an denen einem die Nähe einfach zu viel ist (S(ch)oss!), mal Tage, an denen man selbst vor Nähe übersprudelt. Ja – vielleicht ist es ja stinklangweilig, vor allem von aussen betrachtet, das Spiel, dass sich seit Jahrhunderten wiederholt. Ich habe das auch schon allzu oft gedacht (z.B. beim fünfzigsten Durchgang der Raupe Nimmersatt). Trotzdem möchte ich es nicht missen. Nicht nur, wegen der Entwicklung, an der man teilhaben darf, sondern auch wegen derjenigen, die einem selbst widerfährt.

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